TEGUCIGALPA Mara del Carmen Montes

María

María ist mit gerade mal 13 Jahren eine der jüngsten Schülerinnen in Honduras. Doch das Leben hat sie bisher nicht verwöhnt, wie sie in einem kurzen Lebenslauf schreibt, den wir Ihnen gerne übersetzt haben.

Mit elf Kindern sind wir sogar in Honduras eine große Familie. Alles ging gut, bis mein Vater mit seinem Schwager in Streit geriet und dieser versuchte, ihn zu erschießen. Niemals werde ich diesen schrecklichen Augenblick vergessen. Als Sechsjährige musste ich mit ansehen, wie mein Vater in seinem Blut lag. Gott sei Dank überlebte er. Nach einer langen Zeit im Krankenhaus kam er heim, wurde aber nie wieder richtig gesund und kann seitdem nicht mehr arbeiten.

 

TEGUCIGALPA Familia de Mara del Carmen Montes

Seit dem Zeitpunkt ging es uns schlecht, nur selten hatten wir genug zu essen. Unsere Nachbarn versuchten zu helfen, so gut es ging und so kamen wir irgendwie durch. Meine älteren Geschwister heirateten sehr jung, aber sie haben auch kein gutes Leben.

Unser Priester erzählte mir von den Schwestern Maria, die eine Schule für arme Mädchen wie mich haben. Meine Eltern haben kein Geld übrig, um mich zur Schule zu schicken. Ich war sehr nervös, als ich die Schwestern zum ersten Mal traf und den kurzen Aufnahmetest machte. Doch schon bald teilten sie mir mit, dass ich einen der begehrten Plätze in ihrer Schule habe. Sie können sich kaum vorstellen, wie glücklich ich war.

Nun bin ich hier und kann mein Glück immer noch nicht wirklich fassen. Es ist so schön hier, ein sicherer Platz. Mein großes Hobby ist der Sport, ich spiele gerne und wohl auch ganz gut Fußball. Schließlich haben wir uns als Schulmannschaft für die Abschlussrunde der besten aus Mittelamerika qualifiziert.

TEGUCIGALPA Mara del Carmen Montes CAMPEONAS NACIONALES FUTBOL

Alles dies wäre nicht möglich, wenn es Pater Al nicht gegeben hätte, die Schwestern Maria nicht nach Honduras gekommen wären, um sich um Kinder wie uns zu kümmern. Sie sind unsere Mütter. Vielen Dank all den Spendern der Schwestern Maria, die deren Dienst erst ermöglichen.